Bevor Sie die Seiten zu den Themen sparen, Einkommen und Schulden lesen, möchte ich Sie bitten sich das Konzept anzuschauen und zu verinnerlichen.

In allen Büchern, die ich zum Thema Geld gelesen habe, wird immer sehr deutlich auf den Einfluss unserer erlernten Verhaltensmuster im Umgang mit Geld hingewiesen. Wenn Sie also ihre finanzielle Situation verbessern wollen, so müssen Sie sich im Grunde über vier Dinge Klarheit verschaffen:

 

  1. Wo stehe ich zurzeit? (IST-Bestimmung)
  2. Wo will ich hin? (Ziel-Formulierung)
  3. Warum ist meine Lage so wie sie ist? (Verhaltensmuster analysieren)
  4. Welche Einstellungen/ Verhaltensmuster muss ich dafür ändern? (Aktive Beeinflussung)

 

Bei der Bearbeitung dieser Fragen geht es darum, ihre ganz persönlichen Antworten darauf zu finden. Sie allein sind der Maßstab. Die möglichen Konstellationen sind dabei sehr vielfältig und vor allem individuell. Vielleicht haben Sie Schulden und haben das Ziel diese einfach nur loszuwerden. Eventuell möchten Sie aber auch noch etwas Kapital für Ihren Ruhestand ansparen. Es wäre aber auch möglich, dass Sie gar keine Schulden haben, sehr gut verdienen, es aber bisher nicht geschafft haben davon etwas zu sparen. Aber das wissen Sie ja mit Sicherheit am besten.

 

Der erste Schritt ist die Bestandsaufnahme Ihrer aktuellen Lage. Haben Sie evtl. Schulden oder haben Sie bereits eine Rücklage bilden können. Wenn Sie Schulden haben sollten Sie prüfen, wie hoch die aktuelle Rate ist und welchen Zinssatz Sie damals vereinbart haben. Haben Sie hingegen bereits etwas Geld auf die Seite legen können oder eventuell Gewinn bringend angelegt, so sollten Sie prüfen, wie die Entwicklung in den letzten Jahren war. Hier sind Informationen über Zinssatz, Zinserträge und über das Risiko der Anlageform von Bedeutung. 

Ganz gleich in welcher Situation Sie sich befinden, bringen Sie alle Infos zu Papier. Denn je besser Sie über alles informiert sind, desto größer sind die Möglichkeiten aktiv etwas ändern zu können.

 

Im zweiten Schritt schreiben Sie auf, wohin Sie im Grunde wollen. Was ist Ihr Ziel? Obwohl Ziele konkret beschrieben werden müssen, wenn man Sie erreichen will, reicht es an dieser Stelle völlig aus, das Ziel zunächst grob zu umreißen. 

Sollten Sie Schulden haben und diese loswerden wollen, so könnte das  "Richtziel" zum Beispiel "Schuldenfrei sein" heißen. (Der Begriff Richtziel stammt aus dem Buch "Rede nicht, handle!" von Walter Simon. Ich werde in einem anderen Kapitel noch näher darauf eingehen.) Dieses Richtziel gibt Ihnen, wie der Name eigentlich schon verrät, die Richtung vor, in die Sie gehen wollen. Zu einem späteren Zeitpunkt ist es erforderlich aus dem Richtziel Grobziele und Feinziele abzuleiten - doch dafür ist es jetzt noch zu früh.

 

Nachdem Sie nun auf der einen Seite Ihre Ausgangslage (hoffentlich) ausführlich niedergeschrieben haben und auf der anderen Seite Ihr Richtziel formuliert und aufgeschrieben haben, folgt als dritter Schritt die Analyse Ihrer Einstellungen und Verhaltensweisen. Finden Sie heraus, warum Ihre Situation so ist wie sie ist. Wie ist Ihre Einstellung zu Geld? Ist Ihnen Geld egal oder sehen Sie Geld als etwas schlechtes, so kann dies ein Grund für Schulden sein. Oder haben Sie vielleicht Angst Ihr mühsam erspartes Geld zu verlieren und haben es daher auf einem Sparbuch oder im Bank-Schließfach? Dann kann dies ein Grund dafür sein, dass Sie zwar eine Reserve bilden konnten, aber das Risiko scheuen es Gewinn bringend anzulegen. Auf dem Sparbuch oder im Schließfach verlieren Ihre Ersparnisse aber jedes Jahr an Wert aufgrund der Inflation - das sollte Sie viel mehr beunruhigen.

Die Analyse Ihrer Einstellungen und Verhaltensweisen ist ein etwas längerer Prozess. Aber nehmen Sie sich die Zeit und machen Sie es gründlich. Besorgen Sie sich entsprechende Literatur zum Thema, wie z.B. die Geldbibel von Berd W. Klöckner oder Bücher von Bodo Schäfer. Hier finden Sie zahlreiche Tipps und Anleitungen, wie Sie Ihrer Einstellung auf die Schliche kommen. 

 

Der (vorerst) letzte Schritt ist die aktive Änderung Ihrer Einstellung und Verhaltensweisen. "Programmieren" Sie sich einfach neu, indem Sie alte Denkmuster durch neue ersetzen. Suchen Sie nach positiven Aussagen, die Sie ihrem Ziel näher bringen und wiederholen Sie diese immer und immer wieder. Am besten planen Sie diese Arbeit als festen Termin in den Tagesablauf ein (z.B. morgens und abends). Hören Sie auf dem Weg zur Arbeit oder während der Hausarbeit Hörbücher zum Thema oder positive Affirmationen und sogenannte Subliminals. 

Auf diese Weise ändern sich mit der Zeit Ihre Einstellung und Sie werden die Dinge aus einer anderen Perspektive sehen, als vorher. Aber auch dieser Vorgang braucht Zeit und Geduld. 

 

Viele Erfolg!

 

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